Die Fünf Himmelsrichtungen

Synopsis

DIE FÜNF HIMMELSRICHTUNGEN erzählt anhand der beiden Protagonisten die Geschichte von den Einwohnern aus dem mexikanischen Dorf Tres Valles, in der Region Veracruz, die hier seit Generationen verwurzelt sind und seit jeher ihre Existenz als Bauern und Handwerker bestreiten. Der Anbau von Zuckerrohr, Ananas und Reis ermöglichte bis vor wenigen Jahren einen bescheidenen Wohlstand.

Doch wie allerorts vollzog sich auch in Mexiko die Anbindung an die globale Weltwirtschaft, mit der ein Verfall der Rohstoffpreise einherging. Mit den Löhnen der lokalen Zuckerrohrfabrik allein konnten sich die Familien nicht mehr ernähren und wie ein langer Schatten machte sich die Armut über diesem Landstrich breit. Eine Zukunftsperspektive im eigenen Land steht nicht in Aussicht und so bleibt vielen Familien keine andere Wahl als sich voneinander zu trennen und sich legal oder illegal auf Arbeitssuche in den Norden, die USA, zu begeben.


Regisseur Fridolin Schönwiese zeigt in eindrucksvollen und intimen Bildern die berührende Geschichte der beiden und das menschliche Drama des Gastarbeiterlebens am Rande der Gesellschaft. In einem ständigen Kreislauf aus Aufbruch und Rückkehr kämpfen sie gegen die steigende Arbeitslosigkeit im Zuge der Wirtschaftskrise und das Verloren- und Dazwischensein in der Migration. Getrieben von ihren Träumen und Sehnsüchten folgen sie der fünften Himmelsrichtung – dem mexikanischen Traum von einem besseren Leben in der Heimat.